[Sanierung 2] Baustoffe – Blognutzer

[Sanierung 2] Baustoffe

Nun stand sie da die entkernte Wohnung und nun sollte ja wieder etwas rein. Und das war der deutlich schwerere Schritt als das Entkernen. Bodenmasse, Verfugungen, Putz, Baumaterialien aller Art, die Ökotest leider nicht testet. So blieb uns nur sämtliche Siegel, die so aufgeklebt waren, zu ergründen. Dank Internet ist dies möglich. Hilfreich hierbei war eine Zusammenfassung vielerlei Umweltzeichen für Bauprodukte des Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Den Spuren konnten wir gut folgen und diverse Siegel unter die Lupe nehmen. Die Siegel verzweigen sich im wesentlichen in zwei Richtungen. Die eine Richtung war das Thema Herstellung und Nachhaltigkeit in der Produktion und Entsorgung der Baumaterialien. Die andere Richtung ist die Schadstoffemission der Produkte. Für uns stand die Schadstofffreiheit an erster Stelle. Zusammenfassend muss man sagen, gab es 2-3 Siegel, denen aus unserer Sicht zu vertrauen ist. Im Notfall folgten wir auch anderen Kriterien, wenn es keine Alternativen gab. Im Nachhinein mussten wir allerdings feststellen, dass gerade die Wandfarbe, die wir aus einem der vertrauenswürdigen Siegel auswählten, uns mit Reizstoffen ärgerte.

Der Markt

Dann gibt es noch zu erwähnen, dass Baumaterialienhersteller in der Mehrheit gar keine Kunden haben wollen. Erreichbarkeit, Service, Bestellung – eine einzige Herausforderung.

Daneben gibt es natürlich noch die verarbeitenden Betriebe, die eine Umstellung ihrer Gewohnheiten auf ein unbekanntes Produkt gar nicht gerne haben. Die meisten hielten uns für freundliche Spinner. Wir waren recht froh, dass der Bereich, in dem geballt Baustoffentscheidungen fallen mussten und die hartnäckigsten Firmen am Werke waren, das Bad war. Ein Raum, in dem uns die Kompromisse am leichtesten fielen.

Uns rettete ein Malerbetrieb, der letztlich zum Generalunternehmer wurde und dessen Chef sich in fairer Form um unsere Wünsche bemühte und sich in kleinen Schritten der Meinung anschloss, dass es ja ganz sinnvoll sein könne, ohne Schadstoffe zu wohnen. Die Recherchearbeiten jedoch waren ein unglaublicher Kraftakt, den man gut ein halbes Jahr vor der Renovierung begonnen hätte haben sollen und letztlich eine unserer größten Eigenleistungen.

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Ein Kommentar

  1. julius sagt:

    na ich bin froh das ich nicht der einzige bin der solche erfahrungen mit baustoffherstellern gemacht hat 🙂

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