Ein neues Bad? Der Weg dahin – Blognutzer

Ein neues Bad? Der Weg dahin


Was kostet ein Bad-Umbau?

Umfangreiches Budget? Dann haben Sie Glück. Sie können sich einen Badplaner leisten, der Sie vor den schlimmsten Fehlern bewahren sollte. Aber auch der Badplaner hat, wenn er selbst die Handwerke koordiniert, eine Lizenz zum Doppeltverdienen. Ebenso Sanitärfimen. Sie bezahlen Stundenlohn und Sie müssen die Ware kaufen, die er empfiehlt. Diese Ware hat einen saftigen Aufschlag zu allem, was auf dem Markt zu haben ist. In Baumärkten, in Onlinegeschäften, wo immer Sie hinsehen, sind Waschbecken und Co deutlich billiger als bei Ihrem Sanitärhandel. Auch wenn es die selbe Markenware ist, der Sanitärer weigert sich, es Ihnen einzubauen. Wegen der Gewährleistung natürlich. Nicht wegen der Gewinnspanne, die ihm entgangen ist.
Und er besitzt keinen Überblick. Eine 1,60 * 75 cm lange Badewanne aus Emaille gab es nicht. Auch den wunderschönen Flachspüler aus dem vorletzten Programm vom Hersteller, der zum Waschbecken passt, weil rund und nicht eckig, gab es nicht. Es gibt die Badewanne, es gibt die Toilette. Es gab nur keine Bereitschaft danach zu suchen.

Bad oder Sanitärausstellungen

Gerne werden Sie in Badausstellungen geschickt. Waren Sie schon einmal in so einer Badausstellung? Hier ist jedes Bad so groß wie Ihr Wohnzimmer. Badewanne und Dusche, das ist die minimale Ausstattung. Ausladende Waschbecken, schräg angeordnete WCs und Hochglanzmöbel werden ergänzt durch hunderte von Chromarmaturen. Bidet und Pissoir dürfen nicht fehlen. Der eine Badaussteller wird Sie nach dem Waschbecken Ihrer Wahl fragen und daraus Ihr Bad entwickeln. Der andere wird Sie nur beraten, wenn Ihre Sanitärfirma auf seiner Liste vermerkt ist und in mancher Ausstellung finden Sie gar niemanden, der Sie berät. Sie flanieren an den Wasserhähnen vorbei. Sie überlegen, wie Sie Hochglanzmöbel und Chromarmaturen stets fleckenfrei halten können. Wie schaffen Sie es, sich aus dieser Situation eine Badplanung mitzunehmen, die den Geldbeutel nicht sprengt, in das wirkliche Bad passt und auch nach Einbau noch gefällt und vielleicht sogar noch praktisch ist.

Beratung im Sanitärhandel

Wenn Sie nicht richtig aufpassen in der Badausstellung sagt Ihnen vielleicht keiner, dass man zum Badewassereinlassen heute keinen Wandanschluß mehr braucht oder dass es Flach- und Tiefspüler gibt, aber nicht von jeder Marke. Warum das Gewicht einer emaillierten Badewanne nach dem Transport in die Wohnung noch relevant ist und wieso ebenerdige Duschen im Angebot oft gar nicht ebenerdig sind, erklärt Ihnen auch keiner. Kämpfen Sie sich durch, es lohnt sich. Sie vermeiden Fehlentscheidungen, die Sie jahrelang bereuen. Aber achten sie darauf, dass bereits die Mischbatterie Sie auf eine Marke und deren Sortiment festlegt, ebenso wie der Unterputzspülkasten die Optik Ihrer Drückerplatte festlegt.

Kacheln

Kacheln gibt es in vielfältiger Form, Farbe, Qualität und Preislage. In Kachelausstellungen liegen sie quadratmeterweise über verschlossenen Kartons.
Die Vorstellung, wie das an Ihrer Wand aussieht ist Ihrer Phantasie überlassen, gerne auch angereichert durch die vielfältige Erfahrung der Verkäufer. Große Kacheln verkleinern Flächen, kleine vergrößern angeblich. Je nachdem wie Sie Rechtecke verlegen verwandeln Sie ihr Bad optisch in einen Schlauch oder einen Tempel. Software, die Ihnen diese Vorstellung erleichtern könnte, ist entweder gerade nicht in Betrieb oder sowieso überflüssig, weil es Ihnen angeblich gar nichts bringt. Ich vermute, sie überfordert die auf Reden geschulten Verkäufer technisch. Belastbare Fakten wie Putzbarkeit, Bruchfestigkeit, Verarbeitbarkeit oder ähnliches werden nicht erfasst. Einzig Rutschfestigkeit gibt es vereinzelt in 3 Stufen, die aber vom Berater sofort wieder relativiert werden.
Gefällt Ihnen eine Kachel, erkundigen Sie sich umgehend nach der Lieferfrist. Viele werden nur langfristig importiert und das auch nicht bis vor Ihre Haustür. Nun müssen Sie noch Fragen lösen wie farblich passende Fugenmasse, Wischkanten und Eck- oder Abschlußprofile.

Bad-Einbau

Nach der Auswahl der Produkte gilt es nun den gemeinen Handwerker zu überzeugen, dass es die ausgesuchte farblich passende Fugenmasse tatsächlich zu kaufen gibt. Gerne werden Sie mit Sätzen wie „Hab ich nicht, soll ich jetzt arbeiten oder nicht“ abgespeist. Nach wochenlanger Wartezeit hier auf die Farbe zu bestehen und somit die Fertigstellung zu gefährden ist schwer, zugegeben. Sie müssen sich Fragen stellen, wieviel Fliesenbruch Sie akzeptieren wollen – „da haben Sie sich aber eine bröselige Fliese ausgesucht“. Auch hier sind die Wartezeiten bei der Nachbestellung teilweise erheblich, so dass sich gerne mal ein andersfarbiger Rand anbietet oder eine Fliesenabschluss, der so nicht geplant war. Wenn nach 6 Wochen die Fliese aus Italien endlich da ist, selbstverständlich ohne Garantie auf Farbvergleichbarkeit, warten Sie noch einmal 6 Wochen auf den Fliesenleger. In dieser Zeit duschen Sie im Büro.

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