Zeitplanung zur Altbausanierung – Blognutzer

Zeitplanung zur Altbausanierung

Soviele Monate vor dem Einzug haben wir uns folgenden Themen gewidmet. Bei uns fielen Themen aus dem Bereich der Haushülle und Heizung nicht an.

7 Monate

Altlasten sollten am besten vor dem Kauf abgeklärt sein. Das ist nicht immer leicht. Wir haben jedes ernsthafte Objekt mit einem Fachmann für Schadstoffe begangen. Hier erhalten Sie eine erste Übersicht. Im Verdachtsfall müssen Proben genommen und untersucht werden. Damit müssen im Zweifelsfall die Eigentümer einverstanden sein. Bodenproben beispielsweise erfordern oft ein Ablösen vorhandener Bodenbeläge. Diese Proben müssen eingeschickt, untersucht und ausgewertet werden. Das kostet Zeit und auch Geld. Wenn Sie keinen Ansprechpartner haben, müssen Sie gebenenfalls auch noch Labore suchen, die schnell und kostengünstig arbeiten.
Zusätzliche Informationen boten in unserem Fall die Bauunterlagen vom Bauamt. Zur Einsichtnahme benötigen Sie eine Vollmacht des Eigentümers. Eigentümerversammlungsprotokolle könnten eine weitere Informationsquelle sein, Hausverwalter oder Mitbewohner. Nach einigen Monaten erzähle uns beispielsweise ein Mitbewohner von Tests des Trinkwassers. Das war nirgendwo dokumentiert.

7 Monate

Baumaterialien. So früh wie möglich sollten Sie anfangen über die verschiedensten Baumaterialien zu recherchieren, die Sie verwenden wollen. Die Handwerker müssen wissen mit was sie arbeiten können.
– Materialien für die Aufarbeitung der Böden, Verbindungsmaterial für Löcher nach Wandabriss, Fließmasse für die Angleichung der Bödenhöhen, Estrich zur Wiederauffüllung herausgenommener Böden.
– Materialien zur Herstellung von Wänden per Mauer- oder Trockenbau.
– Grundierung und Putz für die Wände
– Verfungungsmasse
– Wandfarbe
– Lack für die Heizkörper
– Einbaumaterial für Fenster und Türen

6 Monate

Entkernung. Je nachdem wieviel Sie aus Ihrem Objekt rausreißen, sollten Sie sich Zeit geben. Sie müssen die Abrisstätigkeiten unternehmen und die Materialien entsorgen. Abgelöste Tapeten, alte Feuerlöscher, irgendwelche Chemikalien konnten wir nicht auf dem Receyclinghof abgeben. In unsere (3) Müllcontainern musste wir Holz, Stein und Gips trennen. Unsere 18 Türen gaben wir paarweise beim Receyclinghof ab. Insgesamt waren wir Dauerkunden dort und haben das Angebot schätzen gelernt.

5 Monate

Fenster. Grundsätzlich muss man sich entscheiden für ein Material aus dem die Fenster sein sollten. Bei Holzfenstern ist der Lack ein wichtiger Aspekt. Bei allen Fenstern stellt sich die Frage des Einbaus. Bauschaum ist des Fensterbauers liebstes Kind und kann mit manchen Handwerkern gegen der händischen „Stopfung“ mit Hanfmaterial ersetzt werden.
Warten müssen Sie in allen Fällen auf die Anfertigung der Fenster und die Terminplanung des Handwerksbetriebs.

4 Monate

Die Badplanung ist so komplex, dass hierzu ein eigener Artikel „Badplanung“ entstehen musste.

4 Monate

Türen und Zargen haben lange Lieferzeiten. Zudem werden Sie hier viele Angebote vergleichen. Planen Sie Zeit dafür ein.

2 Monate

Der Bodenbelag will ausgesucht und bestellt werden. Gegebenenfalls benötigen Sie noch Kleber. Bei Klickverfahren sollten die gelieferten Böden einige Tage im Objekt aklimatisieren um nach der Verlegung keine größeren Ausbreitungen mehr zu haben.

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2 Kommentare

  1. Andrzej sagt:

    Die Zeitplanung ist recht realistisch, ich möchte nochmal die Entsorgung der Altlasten ansprechen: Diese werden oft bei der Planung übersehen, bei den Tipps fehlt mir noch, dass das durchführende Unternehmen oft auch einen Sachkundenachweis haben muss (leider zeigt die Erfahrung, dass dies nicht immer der Fall ist…)

  2. Lisa Kerner sagt:

    Ein sehr übersichtlicher Plan der einen schnellen Überblick über den Aufwand gibt. Wir mussten uns zum Glück nicht selbst damit auseinander setzen – es ist aber trotzdem ein guter Richtwert um selbst eine Schätzung aufzustellen. Bei uns hat alles der Baumeister durchgeführt (aus Wien http://www.koenig-heinrich.at ). In unserem Fall war es vor allem schwer einen Platz für die Müllcontainer zu finden, wo wir sie hinstellen dürfen (es waren bei uns 4, weil wir zwei für Holz gebraucht haben auf Grund der Menge). Letztenendes standen sie dann beim Nachbarn gegenüber.

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